Moderatorin: Wiebke Binder
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Mitteldeutscher Rundfunk (MDR)
Programmpunkte
durch Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe
Eröffnungsplenum
Herr Reisen wird auf die nationalen Umsetzungen zu den beiden europäischen Richtlinien NIS2 und CER eingehen und den Status Quo aufzeigen. Das Erfordernis zur Erhöhung der Resilienz wird durch seine Ausführungen zu den Vorfällen des vergangenen Jahres und seinen Überlegungen zum Cyberdome komplettiert.
Einbindung der kritischen Infrastrukturen in die Gesamtverteidigung Deutschlands
Warum Kommunikationsfähigkeit im Krisenfall über Handlungsfähigkeit entscheidet – Anforderungen, Praxis und die Rolle von 450 MHz
Die Resilienz kritischer Infrastrukturen steht angesichts zunehmender Bedrohungslagen stärker im Fokus denn je. Neben physischen Risiken gewinnen insbesondere Ausfälle von Kommunikationssystemen an Bedeutung – sei es durch Cyberangriffe, Stromausfälle oder Überlastungen öffentlicher Netze in Krisensituationen. Der Beitrag beleuchtet die zentrale Rolle robuster, schwarzfallfester und priorisierbarer Kommunikationslösungen für Betreiber kritischer Infrastrukturen. Dabei wird aufgezeigt, welche Bedeutung das dedizierte 450-MHz-Mobilfunknetz für die Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit im Krisenfall hat. Anhand konkreter Szenarien – etwa großflächiger Stromausfälle oder Störungen in der Energieversorgung – wird weiterhin aufgezeigt, welche Anforderungen an Kommunikationssysteme gestellt werden und wo bestehende Infrastrukturen an ihre Grenzen stoßen.
ACS Publikation mit Partner ISA - entstanden mit 40 Partnern aus der Wirtschaft
Dr. Jens Eckhardt, Fachanwalt für Informationstechnologierecht - angefragt
Wie lassen sich regulatorische Anforderungen an Lieferketten in praktikable Prozesse übersetzen?
Eröffnungs-Grußwort des Sächsischen Ministerium des Innern
Kritische Infrastrukturen sind das Rückgrat unserer Städte. Leistungen der Daseinsvorsorge wie Strom, Wasser, Kommunikation, Verkehr, Gesundheit und Rettungsdienst müssen auch in Krisen funktionieren oder schnell wiederhergestellt werden. Die Städte stehen dabei an vorderster Stelle. Sie müssen vorbereitet sein, wenn es zu Krisenlagen kommt. Dafür brauchen sie verlässliche Rahmenbedingungen, klare Zuständigkeiten und eine auskömmliche Finanzierung. Sabotage, Terroranschläge und andere Großschadenslagen führen vor Augen, dass der Schutz der Infrastrukturen der Daseinsvorsorge weiter verbessert werden muss. Zugleich machen die vielen Vorfälle, die mit den bestehenden Systemen bereits erfolgreich abgewehrt werden, selten Schlagzeilen. Absolute Sicherheit wird es nicht geben. Umso wichtiger ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen, Vorsorge zu treffen und die Handlungsfähigkeit vor Ort auch bei länger andauernden Krisen zu sichern.
Was passiert, wenn was passiert?
Im Krisenstab zählt jede Entscheidung: Sie muss schnell getroffen werden, klar sein und zugleich die aktuelle Lage angemessen berücksichtigen. Das sind einigeAnforderungen, die Krisenstäbe zu bewältigen haben. Doch wie gelingt die Zusammenarbeit,vor allem dann, wenn verschiedene Akteurezusammenkommen? Bei der protekt diskutieren unter anderem: Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetags, René Demmler, Präsident derPolizeidirektion Leipzig und Janka Kreißl, Expertin für Krisenkommunikation bei Dunkelblau GmbH & Co. KG. Weitere Gesprächspartnerinnen und -partner sind derzeit angefragt.
Rohstoffengpässe, Sabotage, Cyberangriffe: Die Bedrohungen für unsere Versorgung in diesen Zeiten sind vernetzt und verstärken sich gegenseitig. Die Keynote zeigt, warum Versorgungs- und Cybersicherheit nur gemeinsam gedacht werden können und was hybride Resilienzfür Staat, Wirtschaft und Gesellschaft als strategische Aufgabe bedeutet, um gemeinsam krisenfeste Strukturen aufzubauen.