Prof. Dr. Beate Braun
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BSKI e.V.
AG Young Professionals
Programmpunkte
Der Beitrag stellt ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsarbeiten eines ingenieurwissenschaftlichen Instituts vor, die sich mit der Anpassung von Bauwerken an außergewöhnliche Einwirkungen insbesondere Waffenwirkungen befassen. Hierzu zählen Arbeiten zur Entwicklung bedrohungsangepasster Bemessungsansätze für adaptive bauliche Schutzsysteme im Rahmen des Forschungsprojekts BASIS ebenso wie Untersuchungen zur Bedrohungsanalyse im Kontext von C-UAS und zur Entwicklung netzbasierter Schutzsysteme für zivile und militärische Anwendungen. Ergänzend werden experimentelle und numerische Untersuchungen zur Resttragfähigkeit von Schraubenverbindungen nach Explosionsbeanspruchung dargestellt.
Das KRITISDachG definiert zurzeit mittels starrer Schwellenwerte seine Anwendung. Die Herkunft dieser Schwellenwerte ist jedoch unklar, weshalb der offene Diskurs dazu sinnvoll erscheint. Dieser Diskurs ist auch im Hinblick auf Firmen und Organisationen zu führen, für die sich aufgrund nicht erfüllter Schwellenwerte eine Regelungslücke ergibt. Der Vortrag versucht mögliche Anhaltspunkte zu geben und mündet in dem Vorschlag zu einem Resilienzindex und dessen Darstellung. Er soll pro jeweiligem Sektor eine Objektivierung zur Anwendungsnotwendigkeit des KRITISDachG liefern. Die Verbindung eines Resilienzindices mit einem Kritikalitätsfaktor bietet neue Chancen, zu praxisorientierten Ergebnissen zu kommen. So können beispielsweise auch Kaskadeneffekte abgebildet werden; notwendige Zulieferbetriebe werden dadurch mit betrachtet. Somit entsteht ein übergreifendes und belastbares Planungsinstrument für Unternehmen, Verwaltung und Gesellschaft.
Die zunehmende hybride Bedrohungslage verlangt von Betreibern kritischer Anlagen entsprechende Resilienzmaßnahmen. Die Gesetzgebung sieht vor, dass sich diese am Stand der Technik orientieren. Für das methodische Fundament dieser Maßnahmen, die Risikobeurteilung, existiert dabei keine vergleichbare Dynamik. Viele der zum Schutz kritischer Infrastrukturen etablierten Standards verweisen auf Risikomatrizen mit ordinalen Skalen. Deren Aussagekraft wird in der einschlägigen Forschung jedoch seit geraumer Zeit infrage gestellt. Teilnehmende erfahren, wo dieses Vorgehen angesichts der aktuellen Bedrohungslage, zunehmender Vernetzung und regulatorischer Vorgaben an seine Grenzen stößt. Anschließend werden quantitative Verfahren als methodische Weiterentwicklung eingeordnet – einschließlich ihrer Limitationen. Abschließend wird das Konzept des digitalen Zwillings als möglicher Paradigmenwechsel im Umgang mit Risiken vorgestellt.
Der Vortrag beleuchtet das Potenzial von Virtual Reality für Sicherheitsschulungen im Katastrophenschutz auf Grundlage einer qualitativen Interviewstudie mit Expertinnen und Experten aus Notfallmedizin, THW und Flughafenfeuerwehr. Im Fokus stehen konkrete Praxiserfahrungen, Einsatzmöglichkeiten sowie technologische und organisatorische Grenzen. Die Teilnehmenden erhalten Impulse, um mögliche Einsatzfelder von VR im eigenen Arbeits- und Organisationskontext zu bewerten.