Plenum

Der Schutz kritischer Infrastrukturen im Zeichen der Zeitenwende

Generalleutnant André Bodemann, Befehlshaber,Territoriales Führungskommando der Bundeswehr

Kurzbeschreibung

Die aktuellen Krisen und Konflikte, allen voran der Krieg in der Ukraine, bedeuten eine grundsätzliche Änderung der sicherheitspolitischen Parameter. Wir erleben heute vieles, das wir keinem klassischen militärischem Szenario zuordnen können. Dazu gehören hybride Bedrohungen, die die Grenzen zwischen innen und außen, zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren, zwischen zivil und militärisch verwischen.

Beschreibung

So werden auch Unternehmen, die kritische Infrastrukturen wie Strom-, Wasser- oder Gesundheitsversorgung bereitstellen, oder lokale Verwaltungen immer häufiger Opfer von Cyberangriffen. Desinformation kann von außen und innen gesteuert werden und ist somit gleichzeitig ein außen- und sicherheitspolitisches wie ein gesellschaftliches Problem. Von hoher strategischer Relevanz ist dabei der Schutz kritischer Infrastruktur. Das stellt auch die Bundeswehr vor erhöhte Anforderungen. Eine schlüssige militärische Bewertung, ob scheinbar zufällige Ereignisse nicht doch Teil eines Plans zur Destabilisierung sind, muss im Bereich unserer Möglichkeiten liegen. Dazu kommt, dass Streitkräfte allein nicht die kritische Infrastruktur unseres Landes schützen können, weil sie im Schwerunkt andere Aufgaben haben. Resilienz gegenüber hybriden Angriffen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an der staatliche Institutionen, Kommunen und auch Unternehmen gemeinsam arbeiten müssen.

Referent/in:

Veranstaltungsort

Großer Saal