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22.08.2018 Protekt

Post-Quanten-Kryptographie - Implikationen der zweiten Quantenrevolution für kritische Infrastrukturen

Bei der Entwicklung von Quantencomputing-Technologien (QCT) wurden in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte erzielt, so dass in diesem Jahr mit prototypischen Maschinen in der Größenordnung von ca. 50-75 Qubit gerechnet wird. Noch bestehen große Einschränkungen der Technologie, die einer kommerziellen Anwendung im Wege stehen – etwa mit Blick auf die Fehlerraten.

Auch ist die weitere Entwicklung im Detail schwer abzuschätzen, aber die Verfügbarkeit von praktisch anwendbaren Maschinen innerhalb der nächsten 5-10 Jahre wird von Experten als durchaus realistisch eingeschätzt. In der Folge könnte eine Reihe aktuell angewandter kryptographischer Verfahren gebrochen werden. Insbesondere im Anwendungsbereich KRITIS sind die Investitionszeiträume teilweise deutlich länger, so dass die möglichen Entwicklungen bereits heute in die Planung einbezogen werden sollten, um die notwendigen Sicherheitsanforderungen auch langfristig garantieren zu können. Der Vortrag von Prof. Dr. Jörg Lässig, Leiter der Fraunhofer-Gruppe Cybersicherheit für KRITIS, greift die Fähigkeiten der QCT in Abhängigkeit vom Stand der Entwicklung auf und diskutiert kryptographische Verfahren, deren Schwachstellen sowie Alternativlösungen im Kontext KRITIS.

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