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28.08.2018 Protekt

BSKI: Neuer Bundesverband zum Schutz kritischer Infrastrukturen gegründet

Zur Etablierung ganzheitlicher Schutzkonzepte zum Schutz kritischer Infrastrukturen hat sich der Bundesverband für den Schutz Kritischer Infrastrukturen e.V. (BSKI) gegründet. Der BSKI will Sicherheitsrisiken für kritische Infrastrukturen und deren Zulieferer frühzeitig erkennen und diese durch gezielte Konzepte für Prävention, Reaktion und Postvention reduzieren. Zudem will der Verband unter anderem Forschungsprojekte initiieren und den intensiven Dialog mit Wissenschaft und Politik forcieren.

Im Rahmen der Pressekonferenz zur Gründung des BSKI am 23. August 2018 in Berlin informierten der Vorstandsvorsitzende Holger Berens und die beiden stellvertretenden Vorsitzenden, Dr. Hans-Walter Borries und Kurt Vetten, über die Notwendigkeit ganzheitlicher Schutzkonzepte für Kritische Infrastrukturen.

„Auf Fachtagungen und auf politischer Ebene wird derzeit fast ausschließlich das Themenfeld IT-Sicherheit beleuchtet, anstatt alle Einfallstore und KRITIS-Risikofaktoren zu berücksichtigen“, führte Berens aus. Es werde immer deutlicher, dass es heute und in Zukunft bei der Debatte um KRITIS nicht nur um Gefahren aus dem Internet geht. Es gebe vielmehr ein ganzes Netz aus Gefahrenquellen, das beleuchtet werden müsse. Der BSKI nimmt sich deshalb allen neuen Bereichen der Kritischen Infrastrukturen und Vernetzungseffekten mit einem integrativen Blick an.

Diese Effekte zeigen sich besonders in diesem heißen und trockenen Sommer, der zu vielen Waldbränden und sinkenden Flusspegelständen führt. Auch das Stromnetz ist durch die Energiewende von Veränderungen betroffen. Um Versorgungssicherheit und -stabilität bei mehr Dezentralität und Digitalisierung auch weiterhin auf hohem Niveau gewährleisten zu können, bedarf es eines konzertierten Vorgehens aller verantwortlichen Akteure.

„Wir, die Vorstandsmitglieder, als Vertreter namhafter Unternehmen aus dem Sicherheitsbereich, der Energiewirtschaft und von Hochschulen wollen einen wichtigen Beitrag zur Lösung dieser Probleme liefern“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Kurt Vetten. „Erfolgsentscheidend ist dabei in einem ersten Schritt die Erhöhung der Gefährdungstransparenz. Daher entwickeln wir gemeinsam mit dem ARCARNUS Projekt des Landes NRW gerade eine KRITIS-Landkarte, um Entscheidern von Kritischen Infrastrukturen auf einem Schaubild alle Gefahrenquellen sofort visualisieren zu können. Nur wenn man die potentiellen Einfallstore transparent machen kann, ist gezielte Prävention möglich“, so Sicherheitsexperte Holger Berens.

Der BSKI wird über die Verbandsaufgaben in einer Herbst-Roadshow auf Fachkongressen, Fachtagungen und Fachmessen flächendeckend in Deutschland informieren – unter anderem auf der protekt am 13. und 14. November 2018 in Leipzig.

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