10. - 11. November 2021 protekt

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07.10.2020 Protekt

Aus der Tiefe des Cyberraumes…abgewehrt mit Hilfe des SAX.CERT! - Sachsens Weg im Bereich kritischer Infrastrukturen

Cyberkriminelle haben Konjunktur! In Zeiten der derzeitigen Pandemie sind sie besonders ertragreich unterwegs. Denn die Menschen sind verunsichert und haben ein erhöhtes Informationsbedürfnis. Wie einfach ist es da, Schadsoftware zu verschicken und Nutzer unter dem Deckmantel der Informationsversorgung oder gar getarnt als Hilfsangebot zur Preisgabe sensibler Daten zu verleiten? Der Freistaat Sachsen will sich daher sowohl beim digitalen Verbraucherschutz als auch für die Betreiber kritischer Infrastrukturen engagieren.

Über die geplanten Maßnahmen informiert Thomas Popp (Staatssekretär für Digitale Verwaltung und Verwaltungsmodernisierung, Mitglied der Sächsischen Staatsregierung, Amtschef der Sächsischen Staatskanzlei und Beauftragter für Informationstechnologie (CIO) des Freistaates Sachsen) auf der protekt 2020 in einer Keynote. Besonders im Fokus der sächsischen Maßnahmen stehen die KRITIS-Betreiber, die für den Bund zu klein sind, für den Freistaat und das Funktionieren des hiesigen Gemeinwesens aber wesentliche Akteure darstellen, wie zum Beispiel kommunale Wasserversorger, die weniger als 500.000 Einwohner versorgen.

Gerade die Einschränkungen und das „Herunterfahren“ des öffentlichen Lebens im Rahmen der Corona-Pandemie haben gezeigt, dass sich die KRITIS-Betreiber in kürzester Zeit völlig neuen Herausforderungen stellen mussten. Dabei durften sich der Gesundheitsschutz ihrer Beschäftigten und das Aufrechterhalten der lebensnotwendigen Versorgung nicht ausschließen. Vernetzung und Digitalisierung halfen dabei. Vieles konnte per Remotezugriff gesteuert und überwacht werden. Dennoch hat die Umstellung in Pandemie-Zeiten deutlich gemacht: Diese Vernetzung birgt auch ein höheres Risiko. Die Abhängigkeiten in vernetzten Systemen sind oft ausgeprägter und manchmal sogar wechselseitig, was selbst einen kleinen Ausfall zu einem großflächigen Ernstfall machen kann.

Der Freistaat Sachsen will deshalb ein Sicherheitsnetzwerk mit KRITIS-Unternehmen aufbauen, in dem das sächsische Sicherheitsnotfallteam SAX.CERT den zentralen Dreh- und Angelpunkt bildet. Das SAX.CERT soll mit den aus der Arbeit des Sicherheitsnetzwerkes gewonnenen Informationen ein Lagebild erstellen, welches Gefahren frühzeitig zu erkennen hilft, und konkrete Sicherheitslösungen für KRITIS-Betreiber offerieren.

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